Posted by admin in Rauchentwöhnng on 05-10-2010
So ganz sicher kann diese Frage noch nicht beantwortet werden. Was aber Forschungen an der Charitè jetzt bewiesen haben ist, dass Raucher weniger graue Zellen haben, als Menschen die in ihrem Leben nicht geraucht haben. So ist bei Rauchern die Dicke des orbitofrontalen Kortex, der Region im Gehirn, die für das Treffen von Entscheidungen und die Impulskontrolle relevant ist, dünner als niemals Rauchern.
Fraglich ist jedoch, das machen die Forscher deutlich, ob dies ein genetischer Defekt ist, der die Nikotinsucht noch fördert, oder aber ob dieser Effekt eine Folge des Nikotinkonsums ist. Denn je mehr Zigaretten täglich geraucht werden, desto dünner ist die Schicht in der Großhirnrinde. Die Forscher bleiben auf jeden Fall am Ball.
Gleichwohl ist sicher, dass das Rauchen das Gehirn durchaus schädigt, sodass Sie überlegen sollten, diese Angewohnheit aufzugeben.
Posted by admin in Rauchentwöhnng on 14-05-2010
Der eigentliche Wirkstoff, der hinter Zyban steht ist Bupropion, ein selektiver Dopamin- und Noradrenalinhemmer, welcher zu der Gruppe der atypischen Antidepressiva gehört. Chemisch gesehen gehört Bupropion zu den Phenethylaminen, genauer gesagt zu der Untergruppe der Amphetamine.
Bupropion ist kein neu entwickelter Stoff, seine Zulassung als Antidepressivum bekam er schon 1984. Aufgrund der steigenden Anzahl von Krampfanfällen wurde es zwei Jahre später wieder vom Markt genommen um 1989 in niedrigerer Dosierung wieder auf der Bildfläche zu erscheinen. In Deutschland ist die retardierte Versionvon Bupropion unter der Bezeichnung Elontril seit 2007 zu finden. In der Schweiz ist der Sachverhalt umgekehrt, denn dort gab es zuerst Zyban zur Rauchentwöhnung und wurde dann erst 2007 als Antidepressivum zugelassen. Die Entdeckung von Bupropion als Rauchentwöhnungsmittel, war wie viele andere Medikamente oder Stoffe eine Sache des Zufalls. Während der Behandlung der Patienten mit Bupropion in psychiatrischen Anstalten und Krankenhäusern wurde festgestellt, dass Patienten, die vorher Raucher waren, in Pausen oder Ihrer Freizeit auffallend weniger rauchten, als vor der Behandlung mit Bupropion. Darauf hin wurden verschiedene Studien in Auftrag gegeben, welche erwiesen haben, dass Bupropion bzw. Zyban eine rauchentwöhnende Wirkung besitzen. Zyban ist im direkten vergleich genauso wirksam wie ein Nikotinpflaster, nur im Gegensatz dazu verseucht es den Körper nicht mit der eigentlich zu entwöhnenden Substanz, dem Nikotin. Das ist wohl der größte Vorteil von Zyban!